
25.09.2025-26.09.2025, HfG Karlsruhe
Diplom von: Arthur Schuman
Betreuende Lehrende: Prof. Constanze Fischbeck
Hanne König
Choreografie: Arthur Schuman, Marie Liebler, Carla Stillger, Liese Demol
Tanz: Marie Liebler, Carla Stillger, Liese Demol
Kamera: Sunmi Kim, Arthur Schuman
Sounddesign: Sebastian
SchmittLicht: Martin Deubel
Kostüm: Laura Knobloch
Grafikdesign: Paul Schmidt
Aufbau: Patricia Čapalija, Finn de Bruyn
Danke an: Zeit-Bild-Lab, Asta HfG, Birke Beyer, Lena Breitmoser, Franka Breunig, Erik Grunder, Marie Herrndorff, Lina Höhne, Goldschmiede Tamino+Pamina
Mit dem Erstarken autoritärer Tendenzen wächst der Druck zur Anpassung:
In dieser interdisziplinären Arbeit wird der schleichende Prozess der
Selbstkontrolle als Reaktion auf äußere Störungen untersucht.
Ausgangspunkt ist die Angst, einen Fehler zu begehen, die nicht mit einem
sichtbaren Eingriff beginnt, sondern sich langsam in das
Bewegungsrepertoire des Körpers einschreibt, bis sie schließlich zum Stillstand führt.
Die Performance beginnt mit einem weiten, freien Tanz, in dem der Körper sich offen, intuitiv und raumgreifend entfaltet. Doch diese Freiheit wird zunehmend durch einen äußeren akustischen Impuls gestört: das Geräusch einer fallenden, zerspringenden Tasse. Der Klang ist vertraut und alltäglich, doch ebenso tief aufgeladen mit dem Gefühl von Schuld und Unachtsamkeit. Mit jeder Wiederholung gräbt sich der Impuls tiefer in das Bewegungsverhalten ein. Jede Unterbrechung trägt zur Verunsicherung bei und lässt den Bewegungshorizont immer stärker einschränken.
Die Performance wird aus mehreren Perspektiven gefilmt. Diese Aufnahmen aus verschiedenen Blickachsen eines überwachenden Apparats, sind auf vier Projektionsflächen verteilt.
(Un)Stopped Motion ist eine Annäherung an das Innehalten, das Sich-Einschränken, das Verstummen, eine Untersuchung jener Schwelle, an der Handlung in Beobachtung kippt, Bewegung in Misstrauen.